Auf eine Krommbierewurscht mit ... Edelsteinkönigin Anna-Lena Märker

Noch bis Oktober ist Anna-Lena Märker die Deutsche Edelsteinkönigin. Wir haben mit der 22-jährigen über Mineralien als Belohnung, glänzende Kinderaugen und Reisen nach Hongkong gesprochen

 

Vor zwei Jahren wurden Sie zur Deutschen Edelsteinkönigin gewählt. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich zu bewerben?

Ich bin bereits früh mit Edelsteinen in Berührung gekommen, da mein Vater als Diamantschleifer arbeitet. Im Alter von sechs Jahren war ich mit ihm auf einem Markt und habe die Krönung einer Edelsteinkönigin gesehen. Das hat mich sehr beeindruckt, denn welches Mädchen träumt nicht davon, Prinzessin oder Königin zu sein? Als ich Jahre später von der Ausschreibung gehört habe, musste ich nicht lange nachdenken.

 

Welche Aufgaben hat eine Edelsteinkönigin?

Ich besuche viele Veranstaltungen, halte Ansprachen, informiere über die Deutsche Edelsteinstraße oder gebe Interviews. Auch Besuche in Kindergärten und Schulen gehören dazu. Wenn ich mit der Krone auf dem Kopf dort ankomme, um Edelsteine zu verteilen und Autogramme zu geben, bekommen die Kinder glänzende Augen. Das ist wirklich goldig!

 

Hat das Edelsteinschleifen in Ihrer Familie Tradition?

Mein Uropa war bereits Diamantschleifer und hat sein Wissen an meinen Vater weitergegeben. Das Handwerk gehört bei uns einfach zum Alltag: Als Kind bekam ich zur Belohnung glitzernde pinke und rosa Edelsteine. In der Werkstatt habe ich das Werkzeug meines Vaters bestaunt. Und ich durfte mit zu Schmuck- und Edelsteinmessen.

 

Wie war es zu diesen Messen zurückzukehren – diesmal als Königin?

Sehr schön. Als Edelsteinkönigin dufte ich bis nach Hongkong reisen. Das Ausmaß der dortigen Mineralienmesse, auf der auch Idar-Oberstein vertreten ist, kann man sich hier in Deutschland gar nicht vorstellen. Zwei Hallen mit zwei Etagen, dazu die große Vielfalt an Schmuck und Edelsteinen, der Wahnsinn!

 

Welcher Edelstein gefällt Ihnen persönlich am besten?

Der Turmalin, der sich durch eine große Farbenvielfalt auszeichnet. Von Grün, über Türkis bis Rosa – alles in einem Edelstein. Besonders schön sind die Paraiba Turmaline aus Brasilien, die leuchten tiefblau.

 

Sind sie denn traurig, dass Sie die Krone bald an Ihre Nachfolgerin weitergeben müssen?

Die Reisen an spannende Orte und Gespräche mit den unterschiedlichsten Menschen werde ich sicher vermissen. Aber ich freue mich auch darauf, mir demnächst vieles noch einmal in Ruhe anschauen zu können. Und ich werde endlich wieder öfters mit meinem Mountainbike auf Tour sein.

 

Die Deutsche Edelsteinkönigin wird alle zwei Jahre vom Förderverein Deutsche Edelsteinstraße gewählt. Damit lenkt der Verein Aufmerksamkeit auf das Kulturgut der Edelsteine und unterstreicht dessen Bedeutung für die Region Hunsrück-Nahe.

Wer die Welt der Edelsteine so sehr schätzt wie Anna-Lena Märker, ist im Deutschen Mineralienmuseum richtig aufgehoben: Inhaber der OIE Card erhalten 15% Rabatt auf den Einkauf im Museumsshop (ab einem Einkaufswert von 20 €) und 2 € Rabatt auf den Eintrittspreis.